Giraffenschicksal

Wenn ganz besonders große Wesen
sich niederlegen ruhig zur Nacht,
so ist es Schicksal schon gewesen,
dass dieses Tun sie umgebracht.

Wenn Aufsteh´n in der Früh misslingt,
das Tier sich „festlegt“ immer mehr,
mit Krampf im Bein um Rettung ringt,
verschlimmert sich die Lage sehr.

In Dortmunds Zoo ist es gescheh´n,
Giraffenbulle TAMU lag
in seiner Box, erst ungeseh´n,
bis er durch Kreislaufkollaps starb.

Die langen Beine quer verdreht,
ein Todeskampf in langer Nacht.
Die Retter kamen schon zu spät,
ein Krampf hat TAMU umgebracht.




Autor: Margrit Baumgärtner

margritbaumgaertner@web.de


Fotograf/Künstler: © Alfred Krawietz / www.pixelio.de

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2 Kommentare

  1. Das hat sich schnell rumgesprochen. Aber sehr schnell auch die Reaktion von Dir… geissermaßen aus der schöpferischen Tiefe deines Talentes. Super!

      • Baumgaertner
      • Margrit Baumgärtner on 28. November 2012 at 16:51
      • Antworten

      Danke, Hans! Das war ein Spontangedicht nach einem Fernsehbeitrag. (Außerdem kenne ich das Problem des „Festliegens“ auch von Pferden — wie schlimm muss es da erst einer Giraffe oder einem Elefanten gehen!)

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