Wenn Igel träumen …

Ein Igel sprach im Mondenschein:
„Ich wär so gern ein Warzenschwein.
Dann könnt’ ich in der Suhle liegen,
heiß geliebt von tausend Fliegen.
Ich könnte meine Haxen pflegen
und müsst’ nicht mal den Schwanz bewegen.
Ich würde unter Eichenbäumen
den lieben langen Tag nur träumen.“

Da schimpfte laut die Ehefrau:
„Verschwinde bloß im Igelbau.
Ich glaub’, du hast noch nicht kapiert,
wer Tag und Nacht im Bau regiert.“
Und statt zu suhlen bei den Schweinen,
begann der Igel nun zu weinen.
Sodass ein jeder, der ihn kannte,
nur: „Armes Schwein“, den Kleinen nannte!




Autor: Gerhard P. Steil

gerhardsteil@t-online.de


Fotograf/Künstler: © katja irmschler / www.pixelio.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.tiergeschichten.de/2012/11/21/wenn-igel-traumen/

2 Kommentare

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 21. November 2012 at 08:33
    • Antworten

    Und die Moral von der Geschichte: Sei zufrieden mit dem was du hast oder bist !

  1. Armer Igel.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.