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Baumgaertner

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Ruf der Eule

Das Mondlicht schimmert silberfarben
durch dunkles, kahles Baumgeflecht.
Reste gefror´ner Gräser darben
und manchen Tieren geht es schlecht.

Suchen nach karger Kost am Boden,
nehmen den kleinsten Happen mit.
Beobachtet von ganz weit oben,
von einem stechend, starren Blick.

Der Nachtvogel sitzt in der Krone,
ein Bote unheilvoller Welt,
als Todesbringer und Dämone
im Aberglauben dargestellt.

Doch gilt er auch als klug und weise,
Symbol für die Gelehrsamkeit.
Zieht fast geräuschlos seine Kreise,
zum Überraschungsflug bereit.

UHUU, UHUU hört man ein Klagen,
sein Opfer ist dem Tod geweiht.
Erfolgreich war sein leises Jagen,
vor Eulenweisheit man sich neigt.




Autor: Margrit Baumgärtner

margritbaumgaertner@web.de


Fotograf/Künstler: © Wolfgang Pfensig / www.pixelio.de

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4 Kommentare

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  1. edithtg
    edithtg

    Anscheinend war die Eule über Nacht auf der Jagd. Als ich heut Früh reinschaute, war das Artikelbild auf der Startseite weg. Jetzt habe ich den Vogel wieder eingefangen.

  2. Margrit Baumgärtner

    Prima — und das Bild ist so schön und stimmungsvoll !

  3. Gisela Kurfürst-Meins

    Sehr schön. Wir hatten vor ein paar Jahren ein Käuzchen in Nachbars Garten. Als er aber seine Tannen vernichtete, war es leider verschwunden.

  4. Hans Witteborg

    Ein tolles sehr Natur nahes Gedicht. Genauso sind die Eulen, feine Verse!
    zu Frau Edith: da haben sSie Glückgehabt, denn tagsüber sind die nicht zu sehen!
    zu Gisela: dann bedeutet das langes Leben, denn der Kauz wird als Totenvogel angesehen!

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