Eselei ist nicht „eselig“

Asinus und Asina
leben als getrenntes Paar.

Nachdem die Weide nun halbiert,
nun auch nichts „Anstößiges“ passiert.
Zufriedenheit beim Försterweib.
Er rückt ihr nicht mehr auf den Leib.

Auch Asinus kommt Asina
dank des Zaunes nicht mehr nah.
Ob dies den Beiden wohl behagt?
Ich weiß es nicht – bin überfragt.

Doch wenn man Zäune, Mauern baut,
so mancher manchem nicht vertraut.
Mißtrauen ist es, was uns trennt,
so manches Herz vor Hass entbrennt.

Zwar zwangsgetrennt, das Eselpaar,
bleibt ´s trotzdem für einander da.
Das nenn ich vorbildliches Handeln.
Ach, könnten Menschen sich so wandeln!

So folglich Zarathustra spricht:
Die Eselei nicht „eselig“ ist.
Es stimmt dem zu das Eselpaar
Asinus und Asina.




Autor: Hans Witteborg

Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/


Fotograf/Künstler: © Ich-und-Du / www.pixelio.de

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3 Kommentare

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 2. November 2012 at 08:10
    • Antworten

    Mauern und Zäune zu errichten, ist meist eine dumme Idee.

  1. Wie wahr, wie wahr! Hans, das ist wieder ein schöns Gedicht. Du solltest dir wirklich überlegen, ein Buch daraus zu machen.

  2. Margrit, Gisela,
    danke für die freundlichen Kommmentare

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