Das Herbstturnier im Reitverein
soll Höhepunkt des Jahres sein.
Es fiebern Pferde und die Reiter,
die Stimmung aufgeregt bis heiter.
Die Startnummer 110
hat widerwillig nun geseh´n,
dass der Parcours zu hoch, zu schwer.
Das ängstigt PIPPI LANGSTRUMPF sehr.
So heißt das Pferd – nomen est omen.
Der Reiter will das Pferd früh loben,
doch schon der Einritt in die Halle
erweist sich als Bewährungsfalle.
Denn PIPPI hat gar keine Lust,
verweigert zu des Reiters Frust.
Dreht sich im Kreis, legt an die Ohren,
die Prüfung ist schon halb verloren.
Auch nicht die Sporen, nicht die Gerte,
kein Reitlehrer und kein Experte
bringt PIPPI Richtung Startgerät.
Sie will nicht – alles ist zu spät.
Die Uhr lässt sich nicht mehr bezwingen,
des Richters Glocke muss erklingen.
Der Reiter ist nun ausgeschieden
und PIPPI ist vorerst zufrieden.
Autor: Margrit Baumgärtner
margritbaumgaertner@web.de
Fotograf/Künstler: © Templermeister / www.pixelio.de

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4 Kommentare
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Margrit Baumgärtner
31. Oktober 2012 von 06:14 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Das ist eine wahre Begebenheit: Das Pferd PIPPI LANGSTRUMPF gibt es wirklich und es hat seinem jungen Reiter am vergangenen Wochenende nur Ärger bereitet. 3malige Verweigerung und damit Ausscheiden…Nach dem “Abläuten” des Richters durfte noch ein “Gehorsamssprung” gemacht werden. Den hat PIPPI ohne Zögern gemacht, offensichtlich wissend, dass danach Feierabend ist.
Hans Witteborg
31. Oktober 2012 von 11:30 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Nicht nur auf dem Pferderücken
will manchem manches wohl nicht glücken.
Hier wieder einmal ein Gedicht,
das unterliegt d e m Fluche nicht!
Margrit Baumgärtner
31. Oktober 2012 von 11:55 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Wow — wie nett formuliert, danke, Hans !
Gisela Kurfürst-Meins
31. Oktober 2012 von 16:07 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Auch Pferde haben einen Willen,
der Mensch muss den Tieren nicht alles aufzwingen.