Gestern zog’s noch Schmetterlinge
zur Resedenblütenzier.
Herrlich glänzten Flügelringe,
Herbstlaub spielte Farbklavier.
Schwarzwolken drängen zur Mitternachtsstunde
kaltfrachtbeladen hinunter ins Tal,
drehen durch Wälder und Dörfer die Runde,
stäuben das Brachfeld zum festlichen Saal.
Bäume verneigen sich, lastreich gezwungen,
Schneemännerarmen gleicht Fichtengeäst.
Frostmann, vom Herbste zur Probe gedungen,
wandelt den Lauwind zum Eisblumenfest.
Morgen aber führt das Lächeln
im Gesicht des Sonnenrings
zu erneutem Flügelfächeln
eines bunten Schmetterlings.
Text und Illustration: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at


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8 Kommentare
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Edith Nebel
30. Oktober 2012 von 08:42 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Der hat uns auch eiskalt erwischt, der unerwartete Wintereinbruch. Jahrmarkt im Schneegestöber – ein Novum bei uns am Ort.
Ingo Baumgartner
30. Oktober 2012 von 15:47 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
So schnell, wie ich geglaubt habe, war die Sache auch nicht vorbei.
Margrit Baumgärtner
30. Oktober 2012 von 08:58 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Auch bei uns haben sich die Bäume nicht nur “lastreich verneigt”, sondern sind regelrecht zusammengebrochen. Und nun liegt noch sehr viel klatschnasses Laub auf den Wegen.
Ingo Baumgartner
30. Oktober 2012 von 15:48 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
In diesem Fall war der Schnee hilfreich. Ein Ast, den ich schon lange kürzen wollte, lag gebrochen auf dem Schnee.
Hans Witteborg
30. Oktober 2012 von 11:00 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Liebe Foristen, nicht über das Wetter klagen sondern Ingos schönes Gedicht genießen.
Ingo Baumgartner
30. Oktober 2012 von 15:49 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Freut mich, wenn du die Zeilen genossen hast.
Gisela Kurfürst-Meins
30. Oktober 2012 von 14:57 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Mir gefällt’s!
Ingo Baumgartner
30. Oktober 2012 von 15:50 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Ja, Schnee hat auch im Oktober seinen Reiz (wenn er sich wieder verabschiedet).