Im Aufwind der herbstlichen Nachmittagsstunden,
genährt durch der Sonne belebenden Schein,
drehn Dohlen nach oben sich schraubende Runden.
Ihr klangheller Ruf lädt zum Zuschauen ein.
Sie spielen, der Flug dient vergnüglichen Zwecken,
im Fall wird gejubelt, im Steigen herrscht Ruh.
Um Felsnasen gibt es ein Suchen, Verstecken
ein Paar pfeift einander den Liebesgruß zu.
Sie zollen Missachtung besinnlicher Stille,
denn lautes Geschwätz ist ja Dohlenpläsier,
vereinnahmen aber der Bergschönheit Fülle
und fordern laut hörbar Beachtung von dir.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
Fotograf/Künstler: © berggeist007 / www.pixelio.de

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3 Kommentare
Margrit Baumgärtner
23. Oktober 2012 von 07:58 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Wie treffend beschrieben: “Dohlengeschwätz” und “Dohlenjubel” beobachte ich auch oft, aber nicht in der Bergwelt, sondern unmittelbar in Menschennähe. Auf Wiesen, Äckern, Straßen und oft auch direkt auf Gehwegen. Und die selbstbewussten Schwarzen machen natürlich erst im letzten Moment Platz!
Gisela Kurfürst-Meins
23. Oktober 2012 von 10:36 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Wieder ein sehr schönes Gedicht.
Hans Witteborg
23. Oktober 2012 von 10:58 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Schön beschreibt Ingo diese Dohlen
wie sie in der Bergwelt johlen!