Welche Ruhe im Moor

Welche Ruhe, welche Stille,
Moorfrosch schläft am Tümpelrand.
Bekassinen trieb ein Wille
südwärts bis nach Griechenland.

Birkenstämme leuchten greller,
Zweig und Ast sind winternackt.
Seggenschatten wandern schneller,
Herbstuhr zwingt zu neuem Takt.

Wolkenschäfchen tauchen Wolle
in des Teiches Dunkelblau.
Sonne hindert noch Frau Holle
an der ersten Flockenschau.

Schlaflied ist der Herbst den Moosen,
Lichtbild für die Poesie.
Schilf tanzt zu des Lauwinds Kosen,
schwingt zur Faunenmelodie.




Autor: Ingo Baumgartner

rosmaringo@aon.at


Fotograf/Künstler: © Renate Tröße / www.pixelio.de

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3 Kommentare

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 22. Oktober 2012 at 08:50
    • Antworten

    Wieder ein Ingo-Gedicht, vor dem man sich nur tief verneigen kann, Poesie in Vollendung.

  1. Da schließe ich mich Margrit voll an!!

    • Meins
    • Gisela Kurfürst-Meins on 22. Oktober 2012 at 17:09
    • Antworten

    Sehr schön.*schwärm*

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