Ich fresse, fresse, fresse, fresse
Wacholderblatt und Brunnenkresse,
der Nessel Brennhaar stört mich nicht,
auch Giftzeug zählt zum Leibgericht.
Dem winzig kleinen Ei entkrochen,
hat Laub mir schon ins Aug gestochen.
Sechs Verse weiter oben steht,
worum sich seither alles dreht.
Doch bald, nach Wandlung in der Puppe,
ergötz ich mich an Nektarsuppe
und niemand, niemand wagt es mehr
zu lästern, dass ich Vielfraß wär.
Text und Illustration: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at


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3 Kommentare
Gisela Kurfürst-Meins
19. Oktober 2012 von 09:54 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Wie wahr, wie wahr. Schönes Gedich Ingo. LG Gisela
Ingo Baumgartner
19. Oktober 2012 von 10:15 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Danke für den Kommentar, Gisela. LG Ingo
Hans Witteborg
19. Oktober 2012 von 11:02 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
So eine Raupe Nimmersatt,
die frißt sich durch von Blatt zu Blatt.
Doch Ingo dem Dichter-Schmetterling
so mancher an den Lippen hing.
Der Unterschied wird wieder klar,
daß Ingo nie ´ne Raupe war!