Nori, der kleine Giraffenbulle

Nori wurde in der Wüste geboren, seine Mutter war bei der Geburt ganz allein auf sich gestellt. Er flutsche in den Sand und die Mutter leckte ihn ab und half ihm aufstehen. Nach ein paar Tagen gingen sie zur Herde zurück. Da lebte der kleine Bulle und wuchs zu einem stattlichen Jungbullen heran. Und bald war die Zeit gekommen, wo er mit den anderen jungen Männchen, die Herde verlassen musste.

Eine Zeitlang lebten sie zusammen, doch dann suchte sich jeder sein eigenes Revier. Nori, war sehr stark und kräftig gebaut, deshalb brauchte er nicht zu weit zu gehen. Er fand eine schöne Oase in der Savanne und lebte da einige Zeit, dann hatte er Sehnsucht nach etwas, das er nicht beschreiben konnte.

Und dann sah er sie, ein wunderschönes Giraffenmädchen. Er näherte sich ihr, aber da war noch ein anders Männchen und dieses fand das gar nicht gut. Es kam zum Kampf. Sie standen nebeneinander und schlugen gegenseitig ihren Kopf an den Hals des Konkurrenten. Da aber Nori stärker war, gewann er und konnte sich mit der Giraffendame paaren. Nach einiger Zeit wanderte er weiter, direkt in sein Verderben, denn Wilddiebe fingen ihn ein und verkauften ihn an einen Zoo in Nairobi, später kam er dann nach Deutschland.

Am Anfang war er sehr traurig, doch jetzt hatte er sich daran gewöhnt. Er bekam genug zu Essen und seine neue Freundin gefiel ihm auch sehr gut.




Autor: Gisela Kurfürst-Meins

gisela.meins@gmx.de


Fotograf/Künstler: © Gisela Kurfürst-Meins / privat

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2 Kommentare

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 18. Oktober 2012 at 08:31
    • Antworten

    Eine Giraffe hat wirklich eine „tolle Aussicht“ so von oben…(Foto)…!

  1. Wenn Männchen sich um Weibchen schlagen,
    packt man sie besser gleich am „Kragen“,
    bringt sie langzeit hinter Gittern,
    da könne sie kaum Weibchen wittern!

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