“Juchhu”- mag nun der Laie rufen,
ein Pferd, das bügelt, kauf´ ich gleich.
Die Züchter, die das Wunder schufen,
werden durch diese Tat wohl reich ?!
Gern gäb´ man Heu und frische Möhren
für jenes Wundertier daheim.
Kann glatte Hemden es beschwören…,
frisch “hufgebügelt” – kann das sein?
Der Reiter grinst und winkt nur ab,
lenkt uns´ren Blick auf Pferdebeine:
2 Pferde, erst im Schritt, dann Trab,
zwar parallel – doch gibt es kleine
Unterschiede …: Schimmel Wotan
streckt die Hufe gut nach vorn,
ganz linear. Doch etwas seltsam
läuft der Rappe Tom … Voll Zorn
beklagt der Reiter diesen Gang:
Tom dreht die Beine rund in Bögen,
fällt auf durch einen Seitwärtsdrang
mit Schritten, die nach außen streben.
“Der bügelt”, ist das strenge Urteil,
sein Gang ist unschön und verkehrt.
Das Pferd verwendet man zur Kurzweil,
der Tom taugt nur zum Freizeitpferd.
Der “Bügler” kann zwar fröhlich laufen,
im Sport übt er jedoch Verzicht.
Zum “Bügeln” kann man Tom nicht kaufen,
es kümmert ihn die Wäsche nicht !
Autor: Margrit Baumgärtner
margritbaumgaertner@web.de
Fotograf/Künstler: © Rike / www.pixelio.de

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3 Kommentare
Edith Nebel
2. Oktober 2012 von 07:45 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Unglaublich, was man hier alles lernt!
Ist man da nicht versucht, die eine oder andere Vokabel aus der Reitersprache auf den Menschen anzuwenden, wenn der komisch dahergelatscht kommt?
Margrit Baumgärtner
2. Oktober 2012 von 08:50 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Das könnte man sicher, warum nicht…..(lach)..
Die nächsten Tage bin ich zwar nicht unter meiner Bügelwäsche verschüttet, aber ich bin nicht zuhause
und OFFLINE…..tschüß, bis nächste Woche…..
Hans Witteborg
2. Oktober 2012 von 11:36 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Ich möchte auch nicht, daß TOM mir an die Wäsche geht!
Herrliches Gedicht.