Johnny, eine wahre Geschichte

Johnny wurde in Rumänien geboren, er war das dritte Kind einer Streunerin, die es überall in diesem Land gibt. Seine Mutter versorgte die Babys gut, obwohl sie oft nicht viel zu Essen fand. Ab und zu gab es gute Menschen, meistens Touristen, die ihr etwas Futter gaben. Dann kam Johnny in das Alter, wo er seine Mutter verlassen musste. Von nun an ging es ihm nicht gut. Oft fand er kaum Futter, auch musste er immer sein Revier verteidigen. Er war zwar in einer Hundekolonie aber immer wieder kam es zu Kämpfen mit anderen Hunden. Aber das schlimmste waren die Menschen, oft warfen sie Steine oder andere Gegenstände.

So wurde er dann auch von Tierschützern gefunden, sein Kopf war eingeschlagen, die Pfoten gebrochen, wahrscheinlich damit er nicht weglaufen konnte, während man ihn misshandelte.

Es wurde alles Menschenmögliche für ihn getan, seine Wunden heilten langsam aber sie heilten. Doch was war mit seiner Seele, war er traumatisiert? Als man für ihn eine Pflegstelle fand begegnete Johnny den Menschen freundlich und aufgeschlossen, nichts deutete darauf hin, dass er das Vertrauen in die Menschen verloren hatte, er war ein freundlicher und fröhlicher Hund. Er humpelte zwar auf drei Beinen durchs Leben aber ihn störte es nicht. Er spielte glücklich mit seinen Artgenossen.

Doch leider hielt das Glück nicht lange, Johnny hatte ein Lungenemphysem, dann kam auch noch eine bakterielle Infektion dazu aber das Schlimmste, durch die Schädelspaltung waren seine Knochen sehr angegriffen und es hat sich ein Loch in seinem Kopf gebildet. Er hatte Schmerzen und litt, man konnte nichts mehr tun …

WARUM, durfte er nicht länger sein neues Leben genießen, WARUM wurde er so krank, WARUM konnte er nicht bei seinen geliebten Menschen bleiben, WARUM durfte er nicht länger Leben, WARUM? WARUM ?

Man wird es nie beantworten können!

Johnny musste leider eingeschläfert werden.

Ihm erging es so, wie vielen anderen Hunden und Katzen in Rumänien.

Nachtrag: Diese Geschichte habe ich nach einer wahren Begebenheit nachgeschrieben. Wann werden wir Menschen endlich begreifen, dass wir Verantwortung für die Tiere übernehmen müssen und dass wir nicht auf der Welt sind um Lebewesen zu quälen und zu erniedrigen?




Autor: Gisela Kurfürst-Meins

gisela.meins@gmx.de


Fotograf/Künstler: © © Daniela / privat

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2 Kommentare

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 25. September 2012 at 10:25
    • Antworten

    Es ist unfassbar, wie Tiere auf der ganzen Welt misshandelt werden. Immer und immer wieder, ohne Verstand und Reue. Ein ewiges Leiden….

  1. man sollte diesen menschen ein blaues auge verpassen dürfen, damit sie wissen, was weh tut.

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