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Wie Floh den Einbrecher verjagte

Es war ein herrlicher Frühlingsmorgen. Floh die kleine schwarze Hauskatze saß gerade an ihrem Futternapf als es an der Tür rüttelte. Da aber kein Mensch im Haus war konnte auch keiner öffnen. Irgendwie hatte der Typ da draußen es aber nicht begriffen, er wollte unbedingt in die Wohnung.

Floh wurde es langsam zu viel. Warum gab der Mensch keine Ruhe? Er musste doch merken, dass niemand zu Hause war! Plötzlich ging die Tür auf, die kleine Katze konnte gerade noch rechtzeitig in das Schlafzimmer unter den Schrank flüchten. Wer war das, was wollte der hier? Da Floh von Natur aus sehr neugierig ist, schlich sie leise, nach Katzenart in das Wohnzimmer, wo der Fremde sich befand. Da sah sie einen jungen Mann, der sich an den Schränken zu schaffen machte. Er roch nach Angst.

Als der Einbrecher die Schranktür offen hatte, durchwühlte er alles. Doch der Widerling hatte wohl noch nicht das Richtige gefunden, deshalb ging er zur Kommode und öffnete diese. Doch auch da gab es nichts zu holen. So ging das ununterbrochen weiter, er durchsuchte alles.

Die Katze war total sauer, das kann doch nicht sein, dass ein Fremder in ihr Revier eindringt und noch dazu den Besitz ihrer Menschen durcheinander bringt. Sie überlegte, was sie tun kann, damit dieser Widerling verschwindet. Plötzlich hatte Floh eine Idee, sie schlich sich hinter den Einbrecher und sprang lautlos auf den gegenüberliegenden Schrank, von da nahm sie Anlauf und stürzte sich mit ausgefahrenen Krallen auf den Eindringling. Dieser war so erschrocken, dass er fluchtartig das Haus verließ.

Die kleine Katze war sehr zufrieden mit sich, legte sich in ihr Körbchen und schlief bis ihre Menschen nach Hause kamen. Diese wunderten sich sehr, dass die Haustür offen stand und alle ihre Schränke und die Kommode durchwühlt waren. Außerdem sahen sie auf dem Parkett im Wohnzimmer kleine Blutspritzer. Aber es fehlte nichts. Leider konnte Floh ihnen nicht erzählen, was sie während der Abwesenheit ihrer Menschen erlebt hatte.




Autor: Gisela Kurfürst-Meins

gisela.meins@gmx.de


Fotograf/Künstler: © Gisela Kurfürst-Meins / privat

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2 Kommentare

  1. Margrit Baumgärtner

    So könnte ich es mir durchaus vorstellen, dass Katzen auch mal den „Wachhund“ spielen. Meine Katzenerfahrungen sind zwar bescheiden (wir hatten ca. 3 Jahre lang eine zugelaufene Katze), aber ein solches Verhalten traue ich manchen „Stubentigern“ schon zu. Schöne Geschichte!

    1. Gisela Kurfürst-Meins

      Danke Margit! Na ja ich glaube die meisten Katzen hätten wohl Angst. Obwohl mein Mohrly würde den Einbrecher wahrscheinlich gleich beschmusen. *lach*

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