Katzenfindelkinder, Teil 3

Es war Sommer geworden und die Kleinen waren jetzt schon über 8 Monate alt, sie tobten durch das Haus und liebten es im Garten zu sein. Vor kurzem hatte der Tierarzt alle kastriert. Die Katzenbande hatte es gut überstanden.

Eines Abends, es war schon fast dunkel, kam Felix in Begleitung eines schmutzigen Etwas. Gabi konnte erst gar nicht erkennen was es war. Doch dann hörte sie ein dünnes Stimmchen miauen. Oh Gott so eine verwahrloste Katze, bestimmt hatte sie auch Flöhe!

Sie ging zu dem Kätzchen und schaute es sich genau an. Gabi sah, dass das Kleine ein Kater war und wahrscheinlich rot, aber das war jetzt egal, das Kerlchen musst versorgt werden. Als aller erstes stellte sie ihm ein Schälchen Futter hin und dann überlegte sie wo der Kater über Nacht bleiben könnte. Am besten war es, ihn erst einmal in die Waschküche zu bringen, da war es angenehm warm.

Der Kleine war sehr zutraulich und folgte ihr sofort. Sie nahm ein ausgedientes Körbchen und legte eine Decke hinein, sodass er ein schönes Lager hatte. Dann füllte sie noch einmal seinen Napf und holte noch ein sauberes Katzenklo für ihn.

Klaus war zur Chorprobe und kam erst später heim. Sie erzählte ihm auch gleich vom Kater und Beide gingen dann in die Waschküche um nach dem Kerlchen zu sehen. Er schlief schon tief und fest im Körbchen und blinzelte nur einmal kurz mit den Augen, als sie ihm noch eine Flohkur in den Nacken gab.

Gabi wollte am anderen Morgen gleich mit ihm zum TA. Die Nacht verlief ruhig, am anderen Morgen packte sie den Kater in eine Box und los ging es.

Der Tierarzt stelle bei ihm nur fest, dass er wohl in letzter Zeit sehr wenig Futter gefunden hatte. Sonst war er in Ordnung, mittlerweile hatte er sich auch schon geputzt und man sah, dass er einmal ein wunderschöner Roter gewesen war. Der Arzt suchte auch nach einem Chip oder Tätowierung, fand aber nichts.

Dann fuhr Gabi mit dem Katerchen, den sie Micky nannte heim. Zu Hause angekommen, durfte er wieder in die Waschküche. Felix wartete schon auf seinen neuen Freund.

Klaus hatte schon Plakate gedruckt und laminiert, denn es hätte ja sein können, dass Micky irgendjemandem weggelaufen war.

So nach und nach gewöhnten sich die anderen Katzen an den neuen Kater und später nahm Klaus die Plakate wieder ab. Er wusste, dass Gabi den Kater gerne behalten wollte. Warum auch nicht, sie hatten ein großes Haus und einen sehr schönen Garte und wo 5 Katzen satt werden ist auch noch Platz für eine sechste. Selbst Hemingway hatte teilweise bis zu 50 Katzen in und um sein Haus.

Micky entwickelte sich prächtig und wurde bald ein stattlicher Kater.




Autor: Gisela Kurfürst-Meins

gisela.meins@gmx.de


Fotograf/Künstler: © Gisela Kurfürst-Meins / privat

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1 Kommentar

  1. Wenn ich gefeiert, hab ich Kater,
    rumort in mir, du lieber Vater!
    Micky sollte man ihn nennen,
    prächtig der Kater, den wir alle nun kennen!

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