Katzenfindelkinder, Teil 1 von 2

Es war an einem schönen kalten Wintermorgen, die Sonne war noch nicht ganz aufgegangen.
Gabriele wollte schnell zum Bäcker und Brötchen fürs Frühstück holen.

Sie hatte sich warm angezogen und lief nicht allzu schnell. Gabriele erfreute sich an der schönen Landschaft, die Bäume und Wiesen waren mit Reif bedeckt, es sah toll aus. Sie dachte noch, dass man das alles malen sollte.

Die junge Frau summte ein kleines Liedchen vor sich hin und war besonders gut gelaunt, sie hatte heute frei und wollte den Tag so richtig genießen.

Beim Bäcker angekommen kaufte Gabi Brötchen und Kuchen für den Nachmittag und machte sich auf den Heimweg. Sie schlenderte die Straße entlang in Richtung Heimat, da sah sie wie ein vorbeifahrendes Auto einen Karton auf das anliegende Feld warf und schnell davon fuhr.

Gabriele wollte eigentlich daran vorbei gehen, sie hatte sich schon geärgert, dass da einfach jemand seinen Müll entsorgt. Doch was war das? Aus dem Karton kam ein klägliches Gemaunze, also schaute sie doch lieber nach. Da sah sie, dass fünf kleine Katzenbabys höchstens 4 Wochen alt, im Karton waren.

Oh je, diese armen Geschöpfe konnte Gabi doch nicht einfach liegen lassen. Also nahm sie den Karton mit den Kleinen mit nach Hause. Da angekommen, rief sie gleich ihren Mann Klaus damit er Katzenfutter, Katzenklo und alles holt was so eine Katze braucht.

Klaus fuhr los, er kannte das von seiner Frau, sie hatte schon mehrmals ein Tier mit nach Hause zur Pflege gebracht.

In der Zwischenzeit holte Gabi die Kleinen aus dem Karton und untersucht sie. Soweit sie das sehen konnte waren alle gesund, aber vorsichtshalber rief sie bei ihrem Tierarzt an und vereinbarte einen Termin.

Dann schaute sie sich die Minis erst einmal genau an. Ein Katzenmädchen war fast weiß, zwei Kater waren schwarz, einer schwarzweiß und das andere Katzenmädchen hatte drei Farben. Alle waren wunderschön und Gabriele ging das Herz auf.

Mittlerweile war ihr Mann zurück und er stellte den Kleinen auch gleich Futter hin. Die Kätzchen stürzten sich wie die wilden auf das Mahl.

Dann gingen alle fünf auf die Katzenklos, es war wirklich niedlich. Gabriele legte ein paar Decken auf die Polstermöbel und die Süßen legten sich auch gleich hin und schliefen.

In der Zwischenzeit frühstückten Gabriele und ihr Mann erst einmal. Dann beratschlagten sie, was sie mit den Babys machen sollten.

Gabi wollte alle behalten, für sie war das klar. Klaus dachte erst nur an Zwei, ließ sich dann aber überreden, er wusste wenn Gabriele sich was in den Kopf setze, konnte man eh nichts dagegen tun.

Namen hatte sie auch schon, das weiße Katzenmädchen wurde Emmy genannt, das bunte Mienchen, den kleineren Schwarzen tauften sie Mohrly, den größeren schwarzen Kater nannten sie Willi und der Schwarzweiße bekam den Namen Felix.

Am Nachmittag ging es dann mit allen fünf Katzen zum Tierarzt aber außer ein paar Würmer war alles in Ordnung.

Gabriele freute sich sehr, dass wieder Leben im Haus war.




Autor: Gisela Kurfürst-Meins

gisela.meins@gmx.de


Fotograf/Künstler: © Gisela Kurfürst-Meins / privat

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