Unsere Mimi hatte wieder mal Junge bekommen und sonnte sich im Mutterglück. Sie wurde nicht müde, die Kleinen zu streicheln und sie abzuschlecken. Und die Babys hielten ganz still und fühlten sich wohl.
Nach ein paar Wochen hatte Mimi viel Arbeit mit ihnen, denn sie liefen immer aus dem Haus und wollten auf die Strasse laufen. Das war sehr gefährlich, es war eine viel befahrene Strasse, aber Mimi schaffte es immer wieder die vier Kleinen im Garten zu halten. Im Garten tollten sie herum und waren gar niedlich anzusehen.
Eines Tages hatte es ein Kleines geschafft nach draussen auf die Strasse zu
laufen. Die Katzenmutter lief hinterher, aber das Unglück war schon geschehen, das Kleine war direkt vor ein Auto gelaufen und sofort tot gewesen. Nun kamen die anderen drei angerannt und miauten ganz schrecklich, sie konnten sich gar nicht mehr beruhigen.
Ihre Mutter schubste sie alle hinter den Zaun und dort blieben sie still sitzen. Jetzt erst hatten sie begriffen, dass ihr Geschwisterchen nicht mehr bei ihnen war. Von diesem Tag an, liefen sie nicht mehr auf die Strasse und spielten brav im Garten und im Haus.
Autor: Ursula Geier
UrsulaGeier@web.de
www.urska.jimdo.com
Fotograf/Künstler: © Volker Röös / www.pixelio.de

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1 Kommentar
Margrit Baumgärtner
3. Juli 2012 von 07:51 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Eine traurige Realität : der häufige Katzentod auf der Straße. aber ich meine auch, dass Katzen sehr lernfähig sind und die Situation der heranbrausenden Autos immer besser einschätzen können. Jedem Autofahrer ist es schon passiert, dass eine Katze am Straßenrand abgewartet hat oder kurz vorher schnell genug darüber gerannt ist.
Die drei anderen Kätzchen auf dem Foto sehen sehr süß aus.
Lieben Gruß
Margrit