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Hauspoet

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Wie das?

Wenn ich nicht Respekt vor dem Alter hätte, wäre ich nicht mehr auf dieser Seite vertreten!

Der Grund ist ein ganz Einfacher, ich hätte mich totgelacht. Da ist in großer Aufmachung in dem Lokalteil unseres auch so seriösen Blattes ein reißerischer Artikel erschienen. Es ging nicht um Mord oder ein anderes Schwerverbrechen, nicht einmal um die sonst vor (und auch während) des Schützenfestes üblichen Schlägereien.

Nein, diese Schlagzeile befaßte sich mit einer älteren Dame, früher hätte man Greisin gesagt, denn sie ist immerhin 85 Jahre, was auch für aktive Leichtathleten gerade noch ausreicht, die Olympia-Norm zu erfüllen … oder sehe ich das falsch, dann möge man mich korrigieren.

Der Vorfall war ein ziemlich schrecklicher, der selbst dem abgezocktesten Lokalredakteur das Blut in den Adern gefrieren ließ. Nachdem er sich erholt hatte textete er in dicken Versalien HUNDE HETZTEN EINE 85JÄHRIGE!

Au wie, drei große schwarze Hunde hetzten eine alte Frau – wahrscheinlich grimme Kampfhunde! Die Frau konnte gerade noch über die Quabbe-Brücke fliehen und sich in einem Hauseingang in Sicherheit bringen.

Nun muß man wissen, die Brücke (mir sehr bekannt) ist ca. 75 m lang, der nächste Hauseingang ist weitere ca. 100 m entfernt und die Tür sicherlich – wie bei uns im redlichen Dorf – stets offen.

Hunde entwickeln auch bei uns in der Abgeschiedenheit jenseits von Kultur eine beachtliche Geschwindigkeit beim Hetzen. Toller Speed der alten Dame wie sie den Hunden auf diese Strecke das Hasenpanier gezeigt hat, mit wehenden hoch geschobenen Röcken!

Man muß sie erschießen – nicht die Frau, ich meine die Bestien, sofern die nicht schon wegen Altersschwäche dahin geschieden sind.

Letzte Anmerkung: Journalist zu sein ist fabelhaft, wirklich fabelhaft!




Autor: Hans Witteborg

Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/


Fotograf/Künstler: © Unbekannt / CD mit rechtefreien Abbildungen

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8 Kommentare

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  1. Margrit Baumgärtner

    Der genaue Ablauf dieses Vorfalls bleibt auch mir schleierhaft….allerdings sind generell freilaufende und jagende Hunde ein Ärgernis und oft genug eine Gefahr für jeden Zweibeiner.

  2. hans Witteborg

    Die augenblicklich größere Gefahr kommt von verantwortungslosen Journalisten.

  3. Ursula Geier

    Ich habe selber grosse Hunde gehabt, aber frei laufen lassen, sollte man sie nicht. Und noch blöder finde ich immer, wenn der Hundebesitzer dann schreit:”Der tut nichts, der will nur spielen”, Ja, weiss der Hund das auch?. Bei uns im Städtle trifft man immer wieder auf frei laufende Hunde, obwohl überall Schilder stehen, die besagen:”Hunde sind an der Leine zu halten”, aber das stört die HUndebesitzer nicht. Von den “Hundehäufchen” ganz zu schweigen, die stinken im Sommer grausam. Warum sind die meisten Hundebesitzer so unmöglich? Aber ich versuche mich nicht mehr aufzuregen, weil es doch nichts bringt.Mein Kater Momo hat die Hunde meistens verscheucht, er hat sich aufgeplustert und den Hund in die Schnauze gekratzt, die meisten sind geflüchtet. Aber als Mensch kann ich das nicht…

  4. Edith Nebel

    Max heißt übrigens der Hund auf dem Foto. Und seine Menschen und er werden vermutlich Wert legen auf die Feststellung, dass er natürlich keine alten Damen durch die Gegend jagt.

  5. Bobby

    Ich glaube der Schreiber tickt nicht richtig. Wie kann der meinen Boxer Max als alte Frauen jagende Bestie abbilden?
    Boxer zählen zu den gutmütigsten und zuverlässigsten Familienhunde. Die Aufnahme entstand übrigens auf einem Hundesportplatz anlässlich eines Hunderennens.
    Ich verlange, dass das Bild aus der Geschichte entfernt wird.
    Außerdem möchte ich zu dieser Geschichte sagen, dass kein Hund von Grund auf eine Bestie ist, und wenn er zur Aggressivität neigt, zu 99% vom Menschen dazu manipuliert wurde.

  6. hans Witteborg

    Stimmt, ich als Schreiber ticke nicht richtig, daß ich eine so unverständliche Satire veröffentliche!
    Lieber Bobby ganz einfach nur für Sie: es ging hier nicht um Hunde (Anlaß) sondern um die reißerische Überschrift eines Zeitungsartikels. Sommerloch Journalismus pur von mir satirisch angeprangert.
    Auch das Wort Bestie (ironisch, nur zur Erklärung) bezog sich doch nicht auf Ihren Max, den ich gar nicht kenne.
    Was sie verlangen bezieht sich für Menschen auf §§BGB 12; 862 oder §823… ich vermute, daß sie bei aller Liebe zum Tier Max nicht als Mensch bezeichnen. Es käme somit nur §22 KunstUrhG. infrage.

    Diese Angelegenheit müßten sie dann mit Frau Nebel klären, die die Kurzgeschichte mit ihrem Max illustriert hat.
    Die Frage nach artgerechter Haltung in Sachen Hunderennen müssen Sie wohl für sich selbst beantworten.
    Sie sehen man kann auch Kommentare ohne Beleidigung schreiben!

  7. edithtg

    Wenn ich so reizend gebeten werde, nehme ich das Bild selbstverständlich sofort raus.

  8. Edith Nebel

    Und wir lassen uns von fiesen
    Worten nicht den Tag vermiesen.
    Vergreift sich einer mal im Ton:
    sein Problem. Wen juckt das schon?

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