Ein Hase sitzt im Wildkrautfeld,
dem Paradies der Löffelträger,
betrachtet seine Gräserwelt
und fürchtet Gott, wohl auch den Jäger.
Einst stellten sich die Römer vor,
wer mehr an Angst hat als ein Hase,
heißt lepore timidior.
Das kränkt die kleine Mümmelnase.
Das Langohr nützt den Hakensprung
zum Abbau plötzlicher Empörung.
Ein Sonntagswandrer, nicht mehr jung,
verspürt im Brustkorb Rhythmusstörung.
Ein wahrlich förderliches Ding
zum Fällen zweigebeinter Masse.
Für Hasen gilt ab nun: Ich spring,
wenn nicht, verbleib ich in der Sasse.
Text und Illustration: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at


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1 Kommentar
hans Witteborg
2. Juli 2012 von 10:57 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Das Panier von einem Hasen
der zuweilen aufgeschreckt
geht den Wanderern auf die Blasen,
und so manche Blase leckt!
Ingo, das ist wieder einmal sowas von toll, da ich sprchlos bin, mußte ich den Kommentar niederschreiben!