Es nickt das Knäuelgras dem Klatschmohn zu,
der Hahnenfuß bespricht sich mit dem Hornklee
zum Thema Außenseiter Frauenschuh
und auch zum Mohn, der viel zu nah am Korn steh.
Zwei Grillen zirpen sich die Flügel wund
im Wettstreit um den Platz der ersten Geige.
Ein Heupferd nützt mit Fleiß die Gunst der Stund,
kann nun die Kontrabassbeherrschung zeigen.
Die Wühlmaus stößt auf einen Maulwurfgang,
dem schwarzen Samtpelz fehlt’s an Toleranzen.
Der Blattlaus fleht – marienkäferbang –
um Schutz und Beistand bei den Feuerwanzen.
Befreit von Animositäten ist
die Wiese nicht, es lauern viele Tücken.
Falls du jedoch ein Zweigebeinter bist,
wird diese Welt zum einzigen Entzücken.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
Fotograf/Künstler: © knipseline / www.pixelio.de

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3 Kommentare
Margrit Baumgärtner
26. Juni 2012 von 08:03 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Ein “entzückendes” Gedicht….offensichtlich ziehen uns die Juni-Wiesen gerade alle in ihren Bann.
Es ist ja auch erfreulich, dass sich die Wiesen immer häufiger “frei” entfalten dürfen (ohne menschlichen
Eingriff) und sich dann in dieser bunten Pracht zeigen. Ein Paradies für Klatschmohn und Co….und für
alle krabbelnden und wühlenden Tierchen…Ingo hat wie immer den Überblick !
hans Witteborg
26. Juni 2012 von 11:08 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
ein wieteres Zweigebein ist entzückt!
Ursula Geier
27. Juni 2012 von 04:23 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
So schön dichten möchte ich auch können, aber ich kann es nicht,
und zum Glück gibt es ja dich. Ich werd verrückt, das reimt sich.
Lieben Gruß Uschi