Wenn jemand sich was vorgespiegelt,
das heißt den Durchblick er verliert,
dann ist sein Schicksal schnell besiegelt,
wie ´s Beispiel zeigt das hier passiert:
Die Kuh, wir nennen sie Beate,
war in Quickborn Weide müde*
und so sprang sie quick – na rate
einfach übern Zaun. Ganz rüde!
Sah im Fenster in dem Hause
Abbild, das ihr nicht gefiel,
sprang durchs Glas mit einer Sause,
das klirrend auf den Boden fiel.
Danach ging ´s ins Wohngemach.
Konnte man es ihr verdenken,
nach dem erlittenen Ungemach
sich ein Stündchen Ruh zu schenken?
Glücklich wurd´ Beate nicht,
da man sie natürlich hetzte
und trotz der Betäubungsspritze
in des Nachbarns Garten wetzte.
Hier nun endete die Flucht.
Rindvieh wird wohl Rindvieh bleiben.
Wer die Freiheit wirklich sucht,
der springt nicht durch Spiegelscheiben!
*eine wahre Geschichte, passiert am 20.6.2012
Autor: Hans Witteborg
Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/
Fotograf/Künstler: © Michael Ottersbach / www.pixelio.de


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4 Kommentare
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Margrit Baumgärtner
25. Juni 2012 von 07:51 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Man darf die Neugier von Kühen eben nicht unterschätzen…..Ich habe auch von dieser Begebenheit gehört, hoffentlich hat die Kuh sich beim Sprung durch das Fenster nicht verletzt. Lustig beschrieben, Hans !
Ingo Baumgartner
25. Juni 2012 von 08:30 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Hans, eine Reportage der Sonderklasse! LG Ingo
Heidi Schmitt-Lermann
25. Juni 2012 von 18:07 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
lieber Hans,
ganz reizend beschrieben, der Berta ihr Ungemach. Ich habe es auch gelesen. Was Kühe so alles anstellen, finde ich toll, dass sie sich nicht als dumpfe Stalltiere darstellen. Sie sind ganz anders und diese schrecklichen Schlachthöfe sind mir ein Greuel.
Ursula Geier
27. Juni 2012 von 04:46 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Fast schon “menschlich die Kuh”, schön beschrieben.
Lieben Gruß Uschi