Es zieht ein Taubenschwarm vorüber,
hell glänzend ist das rauschende Gefieder,
der Luftraum ohne Grenzen scheint,
ein Freiheitsdrang, der Tauben eint?
Freiheit – einfach grenzenlos?
Es gibt ein Hindernis da bloß:
was treibt die Tauben in den Schlag,
wenn man sie schätzt, die Freiheit mag?
Gewohnheit, Trägheit, Fütterungsstunden,
der Schwarm dreht einfach seine Runden
und kehrt in seinen Schlag zurück.
Grenzen im Kopf sind Lebensglück.
Wer immer seine Freiheit mag
kehrt nicht zurück in einen Schlag
mit Futterneid und Ränkespiel,
verfolgt im Rudel nicht sein Ziel!
Autor: Hans Witteborg
Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/
Fotograf/Künstler: © Fabio Sommaruga / www.pixelio.de

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2 Kommentare
Margrit Baumgärtner
20. Juni 2012 von 08:50 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Eine philosophische Erkenntnis, Hans: “Grenzen im Kopf sind Lebensglück”….Und genauso ist es für uns ALLE. Auch für uns gelten doch “Gewohnheit, Trägheit, Fütterungsstunden”…nicht wahr ?!
Heidi Schmitt-Lermann
20. Juni 2012 von 12:27 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Lieber Hans, anscheinend geben sie lieber ihre Freiheit auf, als sich um alles selber kümmern zu müssen. Überall sein Futter zu finden, gegen Kälte anzukämpfen, Rangordnungen auszukämpfen, obwohl die gibt es auch im Schlag, ist halt nicht jedertauben Sache. Selbst Tiere werden bequem, wenn es möglich ist. Merkt man ja auch an Katzen, die zu Hause sind. Meisten faul, wachen sie sofort auf, wenn sie ein Mäuslein hören. Das Raubtier ist jederzeit erweckbar. Ansonsten nimmt man aber das sorglose Leben gerne an.