Da turnt die Wiesenschaumzikade
hinauf zum gelben Hornklee, springt
hinab zum Fuß der blauen Rade,
wo leis ein Grillenjüngling singt.
Die Gräser necken Margeriten,
berühren sie im lauen Wind.
Verschmitzte Glockenblumen bieten
sich an als Hut fürs Elfenkind.
Nichts ist so rot wie seine Flügel,
bemerkt ein Siebenpunkt und strahlt.
Ein Heupferd findet – ohne Zügel –
den Weg durchs Dicht im Stängelwald.
Ein Regenwurm zeigt Trauermiene,
er ahnt die Pracht im hellen Licht,
erklärt von Schnirkelschneck und Biene,
den Wiesenzauber sieht er nicht.
Text und Illustration: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at


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1 Kommentar
hans Witteborg
19. Juni 2012 von 10:33 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Ein Regenwurm ist Pessimist,
weil der stets nur im Dunklen ist.
Ganz anders kann das leben sein!
schau´ ins Gedicht von Ingo rein!
ich sage nur: wundervoll!