Die Neugier, Kind des regen Geistes,
mehrt Wissen und Erfahrungsschatz.
Das schlaue Füchslein macht, so heißt es,
Gebrauch von diesem Lebenssatz.
Es nennt die hohen Trauben sauer,
dreht aber Gänsehälse um,
misstraut der Falle, liegt auf Lauer
und nimmt den Misserfolg nicht krumm.
Der Fuchs gewinnt aus solchen Pleiten,
das nächste Rebhuhn wird zum Mahl.
Wenn zwei Fasanenhähne streiten,
vermindert sich im Nu die Zahl.
Den Menschen stört der Listenreiche.
Es kann nicht sein und darf’s auch nicht,
dass dieser Rotrock ihm gar gleiche
als schelmenhafter Bösewicht.
Text und Illustration: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at


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3 Kommentare
hans Witteborg
12. Juni 2012 von 10:36 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Lieber Ingo, das hast du meinem Liebings-wildtier (und das als Jäger) auf den Leib geschrieben!
Einfach wundervoll!
Ingo Baumgartner
12. Juni 2012 von 12:29 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Freut mich, Hans, wenn wir einen gemeinsamen Freund da draußen in den Waldern haben. LG Ingo
Heidi Schmitt-Lermann
14. Juni 2012 von 13:22 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
LIeber Ingo,
ich mag ihn auch sehr. Ich wohne im Wald und kann ihn öfter sehen. Er ist wirklich ein wunderschönes Tier und zum Glück sehr scheu. Da es ihn noch gibt, obwohl er so verfolgt wird, zeigt, dass er auch für Jäger oft zu schlau ist. Aber gegen Hinterhalte ist auch er nicht gerüstet. Hoffen wir, dass es ihn noch lange gibt. Ein sehr wirklichkeitsnahes, schönes Gedicht.