Es ist, wie ´s ist sprach die Kukucksdame,
ein Ei, das ich mit mir rumtrage,
will ich nicht brüten, Kukucksmann.
Der sprach, dann stell das anders an
und leg es in ein Fremdgelege,
damit ein andrer die Brut pflege!
Als man sich zu dem Schritt entschloß,
war man gleich auch Verantwortung los.
Das Kukuckspaar hat drauf gefeiert,
da wurde nicht groß rumgeeiert.
Autor: Hans Witteborg
Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/
Fotograf/Künstler: © hagir25 / www.pixelio.de

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3 Kommentare
edithtg
1. Juni 2012 von 08:16 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
So ähnlich wie die Kuckucks-Pflegeeltern müssen sich doch manchmal auch die Lehrer vorkommen, oder? “Erzieht ihr doch mal meine Brut, ich geh derweil feiern.” Oder arbeiten, je nachdem.
Margrit Baumgärtner
1. Juni 2012 von 09:00 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Genau so ist es ! Erziehung wird immer mehr delegiert, Eigenverantwortung der Eltern ist schon fast die Ausnahme. Ein Kuckucksgedicht mit vielen menschlichen Bezügen !
Ursula Geier
1. Juni 2012 von 16:31 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Ja, die meisten Eltern werden von ihren Kindern erzogen, Pech gehabt. Ich bin froh, meine Kinder sind über fünfzig und die Enkelkinder finden mich cool.