Der Buchfink preist in Morgenstunden
nicht Welt und Herrgott feierlich,
er lobt vor seinen Lauscherrunden,
vor allem einen, nämlich sich.
Im Frohgesang liegt kaum verborgen
die Warnung “Meide mein Revier,
sonst gibt’s für dich gewiss kein Morgen”.
Ein derbes Kampflied, kein Brevier.
Der Mensch jedoch hört Minnenoten
und lauscht dem Zwitscherlied verzückt.
Ein fremder Fink hört “Streng verboten”,
worauf er eilends sich verdrückt.
Text und Illustration: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at


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1 Kommentar
hans Witteborg
31. Mai 2012 von 11:49 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
singe, wem Gesang gegeben,
es zeigt nur die Frohnatur,
Menschen können damit leben.
Was hat denn der Ingo nur??
Er weiß um die Natur der Dinge,
der Vogelsang: Macho-Gedröhn,
doch stört auch ihn nicht das Gesinge,
er lauscht und findet ´s wunderschön*!
*wie auch ich das Gedicht.