Ein Specht beschloss in Frühlingstagen,
den Höhlenbau im Baum zu wagen,
fand ein Objekt, das klang schön hohl,
und dachte: Gut, hier bleib´ich wohl.
Er hämmerte und zimmerte,
was einen Zustand noch verschlimmerte.
Sein Schnabel pochte mit viel Klasse,
verschwand jedoch in spröder Masse.
Der Einsatz war umsonst, wie schade,
er pochte an der Hausfassade
und stocherte in Styropor,
Dämmstoffe ragten nun hervor.
Der Hausbesitzer sah den Schaden,
fühlte vom Specht sich schlicht verladen.
Er wedelte mit langen Bändern,
um Vogels Bauwut zu verändern.
Setzte am Fenster sich auf Lauer
und wurde so zum Spechtbeschauer.
Auch setzte er auf viel Krawall,
Musik, Gebrüll und lauten Schall.
Das war dem Specht dann doch zu bunt,
er flog zermürbt ins Weite – und
er landete, man glaubt es kaum,
auf einem alten, hohlen Baum.
Er pochte, der Erfolg war groß,
das morsche Holz war ganz famos.
Er hämmerte und zimmerte,
was keinen Hausbesitzer kümmerte.
So hämmerte er manche Stunde,
sein Fortschritt machte bald die Runde.
Und die Moral für jeden Specht:
Fassadendämmung ist eher schlecht.
Autor: Margrit Baumgärtner
margritbaumgaertner@web.de
Fotograf/Künstler: © Unbekannt / CD mit rechtefreien Abbildungen


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3 Kommentare
hans Witteborg
30. Mai 2012 von 13:22 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Es verbirgt sich, das ist schade,
manch Überraschung hinter der Fassade.
Und wenn man dann dagegen hämmert
schaut mancher Angeber belämmmert.
somit steht fest:”Mein lieber Specht!”,
die Margrit hat in ammlem Recht!
hans Witteborg
30. Mai 2012 von 13:24 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
in” allem “sollte es heißen. Immer diese Störungen!
Ingo Baumgartner
31. Mai 2012 von 08:33 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Es hämmert der Fassadenspecht,

für sein Alter gar nicht schlecht.
Margrit sieht sein Pech jedoch,
im Stahlbeton entsteht kein Loch.
LG Ingo