Plausch

Mein Rotkehlchen, bleib mir zum Morgenplausch sitzen,
suche das Würmchen zu späterer Zeit.
Ich sehe so gern deinen Augenstern blitzen,
mag deinen Brustlatz am flauschigen Kleid.

Du kannst schon beginnen, ich weiß sie zu deuten
deine Geschichten vom buschigen Rain.
Wie leise die Glocken der Heckenfee läuten,
singst du mir vor und das finde ich fein.

Nach deinem Berichte bin ich an der Reihe,
sag dir, wie sehr deine Freundschaft mich ehrt.
Doch nun bist du hungrig, flieg fort und verzeihe,
hab dir zu lange das Frühstück verwehrt.




Autor: Ingo Baumgartner

rosmaringo@aon.at


Fotograf/Künstler: © Re.Ko. / http://www.pixelio.de

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4 Kommentare

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    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 24. Mai 2012 at 08:50
    • Antworten

    Mich „ehrt“ es, diesen „Morgenplausch“ lesen zu dürfen !
    Ein meisterhaftes Gedicht, ein Ingo-Schmuckstück !

    • Meins
    • Gisela Kurfürst-Meins on 24. Mai 2012 at 10:43
    • Antworten

    Ein sehr schönes Gedicht. Ach wenn ich das doch auch könnte, ich meine das Dichten.-:)

  1. Ja, dem Ingo reicht keiner dass Frühstück…ääh ich meine das Wasser. Rotkelchen sind wunderbare Vögel, so wunderbar wie das Gedicht.

    Anmerkung: nur wenn sie im Polizeibericht stehen oder in Krimis ist das nicht ganz so schön. Aber die Mafia
    ist ja auch als äußerst brutal bekannt. Ein „rotes Kelchen“ kann die Umberta nicht brechen!

    • Rosmaringo
    • Ingo Baumgartner on 24. Mai 2012 at 11:15
    • Antworten

    Gisela und Hans, für euch gilt auch, was ich Margrit gesagt habe. Wenn ein Gedicht gut ankommt, ist es eine Freude für den Schreiber. Ich freue mich auch an euren Versen – gereimter Naturkundeunterricht. LG Ingo

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