Wilde Pferde in der Camargue

In Zeiten als Gletscher geschmolzen waren,
entstand die Camargue zwischen Rhone und Meer.
Kälte und Hitze in wildem Gebaren
machen seitdem dort das Leben schwer.

Hier spielt der Mistral sein Lied in den Gräsern,
Naturkräfte wirken mit roher Gewalt.
Flamingos stehen in Schwärmen und gläsern
wirkt die Silhouette, die schmale Gestalt.

Auf einer der Inseln erkennt man die Pferde
zusammengedrängt auf dem salzigen Sand.
Schimmel und schwarze Fohlen … die Herde
geht scheu ihren Weg durch das Rhoneland.

Sie kennen im Schwemmland und Sumpf die Tücken,
durchschwimmen das Wasser, durchlaufen die Furt.
Geplagt von Fliegen, Bremsen und Mücken
ein Leittier, das sorgsam die Wege spurt.

Sie knabbern an Sträuchern und hartem Kraut,
Grasnelken, Binsen und Schachtelhalm.
Zum Schutzgebiet teilweise umgebaut
behält die Camargue ihren herben Charme.

Im Dienste der Menschen als Hirtenpferd,
halbwilde Stiere furchtlos im Blick.
Für reisende Menschen im Sommer begehrt,
ein kleiner naturnaher Urlaubsritt.

Zum Arbeitseinsatz die einen gezähmt,
die anderen Pferde im rauhen Gebiet.
Der Mensch, der das Pferdeschicksal erwählt …
Und wieder singt der Mistral sein Lied.




Autor: Margrit Baumgärtner

margritbaumgaertner@web.de


Fotograf/Künstler: © Wolfgang Staudt / www.Flickr.com/photos/wolfgangstaudt/2439657298/ Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert) lizenziert. Dieses Werk darf von dir verbreitet werden – vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht, neu zusammengestellt, abgewandelt und bearbeitet werden zu den folgenden Bedingungen: Namensnennung – Du musst den Namen des Autors/Rechteinhabers in der von ihm festgelegten Weise nennen (aber nicht so, dass es so aussieht, als würde er dich oder deine Verwendung des Werks unterstützen).

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3 Kommentare

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 23. Mai 2012 at 08:05
    • Antworten

    Die letzte Strophe fehlt, ich füge sie hier noch dazu:
    …..
    Zum Arbeitseinsatz die einen gezähmt,
    die anderen Pferde im rauhen Gebiet.
    Der Mensch, der das Pferdeschicksal erwählt…
    Und wieder singt der Mistral sein Lied.

  1. Sorry, das war mein Fehler. Ich hatte die Technik nicht ganz im Griff und dadurch ein paar Beiträge zerschossen.

  2. Das Gedicht paßt wie Hufeisen auf Huf. Toll, Margrit.

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