Wie gebannt sitzt das Kanin
starr vor seinem Python Feind.
Kommt es ihm nicht in den Sinn,
was der Freßfeind von ihm meint?
Diese Szene stets vor Augen,
will der Vater vom Kanin,
Nachwuchs mit den tauben Ohren
für das Leben noch erzieh´n.
Er hub an: ein doof Kanickel
bleibt starr vor der Schlange sitzen,
schnell hat sie es dann am Wickel,
es wird Blut und Wasser schwitzen!
Schlau ist es, nicht zu verweilen
in der Stellung, der devoten –
vielmehr wird es sich beeilen,
um die Schlange zu verknoten.
Autor: Hans Witteborg
Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/
Fotograf/Künstler: © Ruth Rudolph / www.pixelio.de

» Unscheinbarkeit lockt nicht
» Die Maus am Futterhaus
» Hase im Aprilwetter
» Migranten
» Die Herkunft ockerlila Hasen
» Kirchenmaus-Schicksal
» Mäuse, nichts als Mäuse
» Wie lange wandern Wanderratten? 
1 Kommentar
Margrit Baumgärtner
22. Mai 2012 von 09:00 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
“Schreckstarre” ist ein Ausnahmezustand, auch beim Menschen. Und mit Erziehung passt es nicht zusammen, davon können viele Kinder erzählen…..Wieder hat Hans einen sehr schönen Vergleich gefunden und bedichtet.