Es gibt ihn nicht in Wanne-Eickel,
er fehlt in Graz und Eisenstadt.
Die Donau fürchtet er, weil heikel,
des Niles Blau ist ihm zu matt.
Es ist für dich und mich kaum fassbar,
er meidet streng auch Madagaskar.
Du siehst ihn nicht in Yorkens Minster,
in Salzburg und in Budapest.
Egal, ob’s hell ist oder finster,
nie triffst du ihn in Hammerfest.
Er kneift er selbst vor Hessens Gießen.
Das lässt auf schweren Starrsinn schließen.
Er würde auf der Welser Heide,
in Kairo und in Zell am Moos
zu aller Menschen Augenweide,
doch will er’s nicht, warum denn bloß?
Burkina Faso, Mali, Niger
vermissen ebenfalls – den Tiger.
Text und Illustration: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at


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3 Kommentare
Margrit Baumgärtner
16. Mai 2012 von 06:52 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Doch Ingo kann den Tiger finden
und seinen Ort – verbal – ergründen.
hans Witteborg
16. Mai 2012 von 12:14 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Tigerisch gut drauf!
Edith Nebel
16. Mai 2012 von 14:08 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Bei uns hinterm Haus können bald welche einziehen. Das Gras steht so hoch, dass sie da gut getarnt wären.
(Immer, wenn wir Zeit zum Rasenmähen hätten, regnet’s. Oder es ist Sonn- oder Feiertag.)