Schwarzer Schwan

Ein Schwan hat Trauer angelegt,
die er sein ganzes Leben pflegt.
So majestätisch schwarz gefiedert
hat er sich selber ausgegliedert

denn Schwäne in dem weißen Kleid,
die zeigen nicht sein Herzeleid,
das er als Schwanen-Witwer fühlt,
ihn jeden Tag aufs neu aufwühlt.

So zieht er einsam seine Bahn,
die Trauer sieht ihm jeder an.
Und weil dies nun einmal so ist,
er seine Traurigkeit genießt.

Es wird der Schmerz als ein Begleiter
zum Seelentrost – wo andere heiter!




Autor: Hans Witteborg

Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/


Fotograf/Künstler: © angelina.s...k.... / www.pixelio.de

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.tiergeschichten.de/2012/04/24/schwarzer-schwan/

1 Kommentar

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 24. April 2012 at 07:02
    • Antworten

    …Und dieses Gedicht wird zum „Seelentrost“ für alle melancholischen Menschen…

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.