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An mein sterbendes Riedelchen

Hier liegt das liebe kleine Wesen nun, ich kann’s nicht fassen.
Ich hab genau gewusst, es kommt der Tag.
Ich weiß, jetzt wird es Zeit um loszulassen,
auch wenn es mir noch so schwer fallen mag.

Der Weg war lang, den wir zusammen gingen.
Seit 15 Jahren teil’n wir Freud’ und Leid.
Die Zeit war schön, nichts kann sie wieder bringen.
Doch Zeit vergeht und jetzt ist es soweit.

Hier liegst du nun. ich hör’ dich ruhig atmen
und jeder Atemzug, der könnt’ der letzte sein.
Ich wünschte dir von Herzen daß du ruhig
ganz still und leise einfach schliefest ein.

Jedoch wir sitzen hier und warten leise
bis der Herr Doktor in der Türe steht.
Er schickt dich auf die letzte große Reise,
die jeder, Mensch und Tier, alleine geht.

Leb wohl, mein liebes kleines Riedel.
Wir werden uns in diesem Leben nicht mehr seh’n.
Jedoch das Bild von dir in meinem Herzen
wird bis an’s Ende meiner Zeit besteh’n.




Autor: Dietmar Geister

mohrlie1@das-geisterhaus.de
www.das-geisterhaus.de


Fotograf/Künstler: © Dietmar Geister / privat

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4 Kommentare

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  1. Margrit Baumgärtner

    So ist alles richtig gemacht: Ein vom Arzt erlöstes Kätzchen….Und die Erinnerung bleibt….

  2. hans Witteborg

    Ohje, ich werde alt und krank
    laßt bloß die Spritze in dem Schrank!

    1. Dietmar Geister

      Unser Riedelchen war nicht nur alt und krank. Es litt an einer unheilbaren Niereninsuffizienz. Ein halbes Jahr lang haben wir ihm 2 mal täglich an den Tropf gehangen und ihm die Nieren gespült. So hatte er noch ein halbes Jahr lang ein lebenswertes Leben. Die Behandlung hat 3000 € gekostet und wir haben es nicht bereut. Dann bekam er epileptische Anfälle. Da war dann die Zeit des Abschieds gekommen. Ich wünschte mir, wir Menschen hätten auch diese Möglichkeit.

  3. Gisela Kurfürst-Meins

    Ein sehr schönes Gedicht. Leider sind Katzen nur für eine bestimmte Zeit unsere Wegbegleiter.

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