Es ist noch dunkel. Früh am Morgen
betritt der Bauer seinen Stall.
Die Kühe schlafen ohne Sorgen,
ahnen noch nichts vom Sonderfall.
Am letzten Sonntag Ende März
ist der Beginn der “SOMMERZEIT”.
Kein Grund zur Freude, eher von Schmerz,
der neue Rhythmus führt zum Streit.
Das Licht geht an. Kuh guckt verdutzt.
Der Bauer hat sich wohl vertan?
Zu kurz die Nacht, zurechtgestutzt,
was ist das für ein blöder Plan?
Er will schon melken, viel zu früh,
gibt jeder Kuh ´nen sanften Tritt.
Die stehen auf mit großer Müh,
mustern den Mann mit bösem Blick.
Nicht allzu groß der Milchertrag,
das Ganze passt den Kühen nicht.
Den Bauer trifft auch noch ein Schlag
vom Schwanz der Hilde ins Gesicht.
Man muht ihn aus den armen Mann
und Wanja tritt auf seinen Fuß.
Dann muuuht man weiter, stundenlang …
das ist der Milchkuh-Frühlings-Blues.
Autor: Margrit Baumgärtner
margritbaumgaertner@web.de
Fotograf/Künstler: © adel / http://www.pixelio.de

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3 Kommentare
Edith Nebel
21. März 2012 von 09:23 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Ich fürchte, ich gehöre auch zu den Rindviechern. Nach der Zeitumstellung hab ich wochenlang zur Unzeit Hunger und Schlaf.
hans Witteborg
21. März 2012 von 10:44 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
Herrlich , nein ich krümel mich
vor Lachen so ganz fürchterlich.
Die Wahrheit ist ,daß unser Vieh
und ich begreif die Sache nie!
Bin zeitenträge wie Frau Edith
und leide deshalb mit ihr mit.
Ich frag mich, liebe Margrit, nur
woher die Kenntnis der Natur?
Margrit Baumgärtner
21. März 2012 von 17:43 (UTC 2) Link zu diesem Kommentar
“Kenntnis der Natur” ist das eigentlich nicht, sondern man liest von den Problemen der Milchkühe ja regelmäßig in Zeitschriften, Zeitungen, u.s.w. Besonders schmerzhaft wird es dann im Herbst, wenn die Tiere auf das Melken warten müssen.
Aber auch ich ärgere mich immer über die “Uhrendreherei” und habe mit Müdigkeit zu kämpfen.