Man trieb die Mähren, Rösser, Gäule
zur Reinigung und Politur
ins Becken mit der Denkmalsäule,
dann schritt man schnell zur Prozedur.
Der Rappen, Füchse und die Schecken
versah man erstens mit Shampoo,
es sollte ja kein Pferd verdrecken,
für Kutscher galt das ebenso.
Als zweiten Schritt versah die Bürste
den Dienst in gründlicher Manier.
Der Striegel löste ganze Würste,
gedreht aus Haar und Schmutzpanier.
Noch kurzes Schwemmen, Bad zu Ende.
Nun war das Pferd gewaschen – doch
es trabten aus dem Waschgelände
nur Schimmel, Schimmel noch und noch.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
Fotograf/Künstler: © Ingo Baumgartner /

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3 Kommentare
Margrit Baumgärtner
9. Februar 2012 von 07:37 (UTC 2)
Da staune ich aber über Salzburger Gepflogenheiten….und über
die Geduld der dortigen Rösser….!!
LG Margrit
Hans Witteborg
9. Februar 2012 von 12:17 (UTC 2)
Roßtäuscher gibt´s überall
und für den ganz besonderen Fall,
daß man schecken oder Füchse
färben will, gibts aus der Büchse,
die mit einem Frosch verziert,
Schuhcreme, die auch schwarz lackiert.
Ingo Baumgartner
9. Februar 2012 von 13:26 (UTC 2)
Margrit und Hans!
In Salzburg hat man schließlich auch Stiere gewaschen (Salzburger Stierwascher).
http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/salzburg/stadt_salzburg/stierwascher.html