Metamorphose des Waldkauzes

Wie Henne, Gans und Kolibri
sitzt auch ein Kauz zur Brut auf Eiern.
Es schlüpft ein Kind, das ausschaut wie
der schirche Sohn von Papageiern.

Dann wächst der Jungkauz Maus für Maus,
Gefieder sprießt aus weichen Daunen,
die fallen büschelweise aus,
für’s Vöglein pubertäre Launen.

Doch schon ab Lebenswoche vier
ist’s stolz auf Federn bis zum Steiße,
ruft mystisch aus dem Wald herfür
und gilt, weil Eule, nun als weise.




Autor: Ingo Baumgartner

rosmaringo@aon.at


Fotograf/Künstler: © Ingo Baumgartner /

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2 Kommentare

  1. Ich hab immer ein ganz schlechtes Gewissen, weil die kleinen Vögel ja nichts dafür können, aber ich hab mir auch schon ein ums andere Mal gedacht: „Mei, schaut der Kleine grauslich aus!“ Besonders bei frisch geschlüpften Papageien.

    Kleine Eulen sind da ja vergleichsweise niedlich.

  2. Natur kennt nicht das Häßlichsein,
    das bildet sich der Mensch nur ein.
    Doch schön sind Ingos Wortkonstrukte,
    Frau Edith sie auch gern abdruckte!

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