Nakupenda, yangu tembo

Oh tembo , du mein Elefant, so höre,
es ist nicht weit zum nächsten Wasserloch,
dein rechtes Auge glänzt, du weinst, ich schwöre,
du schaffst die letzten hundert Schritte noch.

Ja, ja, dein Rüssel schmerzt, die alte Wunde,
dort wo der Dornsavanne Stachel steckt,
sie brennt. Halt an, du wählst die falsche Runde,
vom Nass weit weg, das deine Geister weckt!

Ich weiß, du bist fast blind, nur blasse Schemen
erreichen dich, dein Ohr ist gänzlich taub.
Dein Fuß zieht nach, scheint schmerzhaft auch zu lähmen,
die Sohle wirbelt kaum noch Lockerstaub.

Komm her zum Jeep, an dem ich trauernd lehne,
berühre mich ganz leicht – dann magst du gehn.
Wie sanft du bist, verzeih mir meine Träne.
Ninakupenda, Freund, es gibt kein Wiedersehn.





Autor: Ingo Baumgartner

rosmaringo@aon.at


Fotograf/Künstler: © Ingo Baumgartner /

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3 Kommentare

  1. Weit gereist ist der Autor,*
    stellt uns seine Freunde vor.
    Traurig ist ´s ,ich muß gestehn,
    gibt es dann kein Wiedersehen.

    *ganz prima; Ingo, zu Herzen gehend!

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 1. Februar 2012 at 17:27
    • Antworten

    Man meint, den alten, sterbenden Elefanten direkt vor sich zu sehen…sehr
    ergreifend !!

    • Rosmaringo
    • Ingo Baumgartner on 2. Februar 2012 at 08:15
    • Antworten

    Hans und Margrit!
    Ja, es war ein ergreifendes Erlebnis, wie ich es nie zuvor mit Tieren hatte. Der Elefant schien unsere Anteilnahme zu spüren. Danke für die Kommentare. LG Ingo

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