Zur Seite schaut er scheinbar nur,
der Vogel richtet die Pupille
als wär’s ein Zwang, nicht freier Wille,
auf mich, verrät mit keiner Spur
der Neugier Grund, des Blicks Natur.
Ich lass mich ein auf dieses Spiel.
Das Tierchen mit der roten Kehle,
nun meiner beiden Augen Ziel,
erkennt ganz fraglos mein Kalkül,
sitzt ruhig, dass ich’s nicht verfehle.
So blickt man hin und blinzelt her,
man schaut sich in die Seelen.
Es trennt uns jetzt kein Schranken mehr,
geklärt ist auch das fremde Wer.
Der Winzling wird mir fehlen.
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
Fotograf/Künstler: © Ingo Baumgartner /

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3 Kommentare
Margrit Baumgärtner
31. Januar 2012 von 08:13 (UTC 2)
Eine “magische” Tier-Mensch-Begegnung, nicht wahr ?
Manchmal hat man dieses Glück…wunderbar beschrieben !
LG Margrit
hans Witteborg
31. Januar 2012 von 11:04 (UTC 2)
Ingo hat alles schön im Blick,
was für die Leser großes Glück.
Ingo Baumgartner
31. Januar 2012 von 12:29 (UTC 2)
Danke, Margrit und hans. Ja, hin und wieder hat man das Glück solcher Begegnungen. Man darf sie nur nicht suchen, sie ergeben sich einfach. LG Ingo