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Hauspoet

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Geständnisfolgen

Zur Spatzenfrau sprach Spatzenmann:
Ich bin heut´ spät, doch hör mich an.
Gemenscht hab ich in dieser Nacht
nur Spaß hat es mir nicht gemacht.
Frau Sperling hatte mich verführt,
dann ist es eben so passiert.
Den Fehltritt, den bereue ich.
doch stell ich fest – er hat an sich
mit dir im Grunde nichts zu tun!
Die Spätzin ließ den Nestbau ruhen,
sie schüttelt nur ihr Federkleid
und macht zum Abflug sich bereit.
Verdattert ließ sie ihn zurück.
so fremd zu menscheln bringt kein Glück.




Autor: Hans Witteborg

Hans.Witteborg@gmx.de
http://witteborghans.blogspot.com/


Fotograf/Künstler: © Angelika Wolter / http://www.pixelio.de

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3 Kommentare

  1. Dietmar
    Dietmar

    Herrlich! 😉

    Ich bin davon überzeugt dass dieses Gedicht gerne zitiert, ausgedruckt und an so manche Bürowand gepinnt wird!

  2. Edith Nebel

    War es nicht Wilhelm Busch, der mal geschrieben hat:

    „Man sieht, das es Spektakel gibt,
    wenn man sich durcheinanderliebt.“?

    Mir war so, als sei das aus dem Maler Klecksel, aber beschwören könnte ich’s nicht. Wer immer die Zeilen verfasst hat: Stimmen tut’s.

  3. Edith Nebel

    Laut Internet-Recherche (wer-weiss-was.de) stammt „Man sieht, dass es Spektakel gibt, wenn man sich durcheinander liebt.“ aus Müller und Schornsteinfeger 5. Akt.

    Ich hab „meinen“ Wilhelm Busch zuhause und kann jetzt nicht nachgucken, ob das stimmt.

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