Der Fax-Virtuose

Weil es bei uns immer noch ein paar Vorgänge gibt, bei denen es schneller geht, ein von Hand ausgefülltes Formular zu faxen als erst den Rechner hochzufahren, das Dokument zu scannen, ein PDF draus zu machen und es als Mailanhang zu versenden, haben wir hier noch ein Faxgerät herumstehen.

Derjenige von uns, der es am intensivsten nutzt, ist allerdings Kater Indie. Er tanzt darauf Samba und erfreut das ganze Haus mit den schrillen Tönen, die das Gerät unter Protest von sich gibt. Oder er ruft damit Leute an. Gerade heute Nacht wieder bin ich wie die wilde Jagd aus dem Bett gesprungen, weil ich hörte, dass es wählt und jemand am anderen Ende der Leitung verzweifelt „Hallo? Hallo?“ ruft. Wenn Sie also heute Nacht um 1:21 Uhr von irgendeinem Trottel per Faxgerät angerufen wurden: Das war mein Kater.

„Das ist mein Fax! Der Rote darf mal gucken, aber wählen darf nur ich!“

Und jetzt hat Indie dem Apparat auch noch Klingonisch beigebracht! Oder was soll das sonst sein, was da auf dem Display steht?

Inzwischen hat der Gatte mal kurz den Stecker gezogen, und das Faxgerät spricht jetzt wieder deutsch mit uns.




Autor: Edith Nebel

EdithNebel@aol.com
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Fotograf/Künstler: © Edith Nebel / privat

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