Sabbatruhe

Am Samstag hechelte ein Hecht,
er lag, recht wenig artgerecht
im weichen Ufergras und schnappte
nach feuchter Luft, die rasch verknappte.

Warum, so fragt der Grübler sich,
gerad am Samstag eigentlich?
Da gäbe es auch andre Tage
zum Atemstillstand, keine Frage.

Weshalb nicht Mittwoch oder so
fürs oxygene Waterloo?
Doch nein, der Hecht plant stur sein Ende
– ein Sabbathohn – zur Wochenwende.




Autor: Ingo Baumgartner

rosmaringo@aon.at


Fotograf/Künstler: © Ingo Baumgartner /

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6 Kommentare

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    • Anonymous on 27. Januar 2012 at 11:34
    • Antworten

    Der Ingo muß es wissen. Warum? Er ist ein toller Hecht und Tierversteher.
    Letzteres nicht mit Türsteher verwechseln!

  1. 😀

    • Rosmaringo
    • Ingo Baumgartner on 6. März 2012 at 18:20
    • Antworten

    Na ja, vielleict eigne ich mich doch eher zum Türsteher? 😀 LG Ingo

  2. Da muss es sich um einen selten dummen Hecht handeln. Am Sabbat stirbt man einfach nicht, sonst wird man gefressen.

    • Ingo Baumgartner on 10. März 2012 at 10:19
    • Antworten

    Hallo Ursula! Deine Feststellung regt schon wieder zu einem neuen Gedicht an: Abhandlung über die Intelligenz von Hechten. 🙂 LG Ingo

  3. Ich hab´es anonym versucht,
    den Sabbat nicht zu schänden,
    jedoch ein Hecht der Selbstmord sucht?
    Wo soll denn das bloß enden?

    • Ingo muss | Coloradoreefandfish on 6. März 2012 at 00:16

    […] Sabbatruhe » Weltgrösste Tiergeschichtensammlung […]

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