Die Schwäbische Alb liegt in eisiger Hand,
Weiden und Koppeln gepudert mit Schnee.
Rauhe Winde im Marbacher Land,
Nebel wie Schleier von einer Fee.
Friedlich dämmern die Stallgebäude
verzaubert im tiefen Dornröschenschlaf.
Plötzlich ein Wiehern, lebendige Freude:
Ein Herdenverband, der in´s Freie darf.
Stuten erobern die riesigen Weiden,
scharren nach letzten Halmen und Gras.
Jährlinge wälzen sich, kämpfen und steigen,
spielen in Pfützen mit glitzerndem Nass.
Im Frühjahr werden hier Fohlen spielen,
Gestüts-Pferdekindheit ohne Not.
Werden ein halbes Jahr Freiheit fühlen,
zeitlos im Sein von Geburt bis Tod.
Ein Stuten-,ein Hengste-,ein Fohlenstall,
der Hof legt den Weg zwischen Kommen und Geh´n.
“Ruhestandspferde” dürfen im Glücksfall
im altersgerechten “Schafhaus” steh´n.
Hengste werden zum edlen Vererber
nach langer Prüfung und Selektion.
Dann warten zahlungsstarke Bewerber,
die Züchter kommen zur Schau und Auktion.
Hier formt sich streng der Zucht-Stammbaum
vom ARABER und MARBACHER PFERD.
Das SCHWARZWÄLDER KALTBLUT, ein Mähnentraum,
gibt kraftvollen, doppelten Schönheitswert.
Die Pferde geh´n schnaubend den Berg hinauf,
sie kennen nicht ihr edles Geblüt.
Freiheitstage im Lebenslauf.
Winterpause im alten Gestüt.
Foto: © Hans-Christian Hein / http://www.pixelio.de
Autor: Margrit Baumgärtner
margritbaumgaertner@web.de
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