Hans Witteborg

Es fällt mir schwer über mich zu schreiben, deshalb vorab das Urteil meiner Lehrer:
„Zu dämlich eine Kanne Milch auszuschütten“ (tat ich daraufhin auch nie).
„Bei der Verteilung von Dummheit ganz laut hier geschrien“.
Somit war ein perfekter Start in die Zukunft gegeben!
Belassen wir es bei den unumstößlichen Fakten.

Geboren 1940 in Bielefeld (Bombenstimmung damals) als jüngster von vier Kindern und somit bestimmt nicht auf Rosen gebettet. Vor dem Abitur die Schule verlassen (siehe oben), Industriekaufmanns-Lehre, Wehrdienst 18 Monate, meine große Liebe geheiratet, nach drei Jahren kam unser Sohn zur Welt, der bis heute unser ganzer Stolz ist.

Mit der Verantwortung für die kleine Familie habe ich vieles berufsbegleitend wieder nachgeholt (Dipl. Betriebswirt). Danach Karriere als Marketing- und Vertriebsmanager, Prokurist, Geschäftsführer… ein ewiges Auf und Ab.

Stationen in Nürnberg, Hamburg, Köln, Jena, Soest. Also viel in Deutschland herum gekommen und meiner Familie einiges zugemutet. Nun aber seßhaft im Kreis Soest.

Plötzlich, völlig unerwartet wird man 65 und geht in den Ruhestand. Wie sollte das gehen? Als das Loch in meinem Leben sich begann auszubreiten, meldete ich mich zum Lehrgang für die Jägerprüfung an (grünes Abitur). Auf dem Bergfest unterhielt ich die angehenden Waidmänner mit selbst erdachten Limericks. Das war der Anfang meines „Dichterlebens“. Es folgten Gedichte über Tiere, die Jagd, meine Freundschaft zu Papier und Kuli wurde enger und enger. Bald folgten zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien … wobei zahlreich schon ein bißchen untertrieben ist. (Engelsdorfer Verlag, Elbverlag, Frankfurter Bibliothek, Bibliothek Deutschsprachiger Gedichte), diverse Lesungen. Es gibt nicht nur Gedichte auch Erzählungen Kurzgeschichten, Glossen und Satire, Fabeln und ein Kinderbuch (noch nicht veröffentlicht).

Im November 2011 erschien mein Gedichtband „Vom Ufer aus“ im Engelsdorfer Verlag.

Vom Ufer aus … eine Betrachtung auf Abstand mit Augenzwinkern und manchmal auch Humor Das Lachen befreit den Menschen aus seiner Verspannung. Das Schmunzeln hingegen erzeugt eine innere Fröhlichkeit, deren Wurzeln im Nachdenklichen liegen. Nicht laut aber nachhaltig, spöttisch aber nicht sarkastisch verletzend, so sollten sie daherkommen: Verse und Geschichtchen, die ich mir als Hampit für Jagd und Tiere ausgedacht habe – oder mit einem Schuss Selbstironie fabulierend Alltägliches als Hauspoet zu Papier bringe oder gebracht habe. Poesie ist ein Nachen, der dich auf dem Fluss der Romantik trägt, zu fernen, gütigen Gestaden. Lass dich dahintreiben, so erblickst du eine Welt voller Schönheit und Harmonie. Und plötzlich merkst du, dass du auch mit dem Herzen denken kannst. Komm, ich nehme dich mit …

Autor: Hans Witteborg
HWitteborg@t-online.de

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2 Kommentare

  1. Vielen Dank für die nette Autorenvorstellung!

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 21. Dezember 2011 at 08:25
    • Antworten

    Kurz vor Beginn des Weihnachtsurlaubs will ich mich doch schnell nochmal melden:
    Wie sehr Lehrer irren können, wissen wir wohl alle aus ähnlichen Erfahrungen…hier haben wir wieder ein besonders gutes Beispiel dafür. Der HAUSPOET hat anschaulich und beeindruckend aus dem Leben erzählt, in dem die Wege ja nicht immer nur geradeaus sondern oft kreuz und quer verlaufen. Möge die Freundschaft zu Papier und Kuli noch recht lange anhalten ! Die Schreibfreude kann man wirklich auch sehr gut „VOM UFER AUS“ betrachten…Das mache ich fleißig, bin aber erst bis zur Hälfte gekommen…Gut, dass die Feiertage auch einige Mußestunden dafür lassen.
    LG Margrit

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