Der JUCHTENKÄFER und STUTTGART 21

Ganz unscheinbar, nur daumengroß,
ein schwarzer „Eremit“ im Baum,
tritt nun eine Lawine los,
ein Bauaufschub, man glaubt es kaum.

Der Juchtenkäfer ist bedroht
und Stuttgarts Bagger rollen an.
Naturschützer sah´n seine Not,
mahnten, dass das nicht gehen kann.

Die Richter sprachen für´s Insekt,
der Bahnhofsbau muss vorerst stocken.
In Baumhöhlen noch gut versteckt
wartet der Käfer, warm und trocken.

Nun muss man eine Lösung finden,
wie schützt man das bedrohte Tier?
Kann bald die BAHN ganz stolz verkünden,
trotz Neubau bleibt der Käfer hier?

Foto: Siga. Ich, der Urheberrechtsinhaber dieses Werkes, veröffentliche es als gemeinfrei. Dies gilt weltweit. In manchen Staaten könnte dies rechtlich nicht möglich sein. Sofern dies der Fall ist: Ich gewähre jedem das bedingungslose Recht, dieses Werk für jedweden Zweck zu nutzen, es sei denn Bedingungen sind gesetzlich erforderlich.

Autor: Margrit Baumgärtner
margritbaumgaertner@web.de

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3 Kommentare

  1. Oh, oh, zwei Seelen ein Gedanke. Liebe Margrit dein Juchtenkäfer kolidiert mit
    meinem Gedicht Juchtenkäfer. Aber neidlos: deins ist schöner!

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 21. Dezember 2011 at 08:29
    • Antworten

    Ups, habe ich da was übersehen? War keine Absicht, sondern ein ganz spontanes Gedicht aufgrund der Pressemitteilungen der letzten Woche.

  2. Nee, nee, Sie haben nichts übersehen. Der Wittenborgsche Juchtenkäfer ist bei uns noch gar nicht online. Den habe ich erst für morgen vorgesehen.

    Dass ein aktuelles Thema von verschiedenen Autoren aufgegriffen und umgesetzt wurde, hatten wir schon öfter, und das war immer sehr interessant.

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