Verständlich ist das nicht so ganz,
wenngleich Land auf, Land ab so üblich
am Martinstag schlacht´ man die Gans
doch viele finden dies betrüblich.
Gemästet, oftmals nudeldick,
die Leber dicklich angeschwollen,
haut man den Kopf ihr vom Genick,
nur weil die Leute schlemmen wollen.
Gerupft und sorgsam zubereitet,
knusprig gebraten aufgetischt,
herrlich der Duft, den sie verbreitet.
Hernach man sich den Mund abwischt.
In Freiburg* nur erinnerlich,
daß eine ganze Gänseschar
durch ein Geschrei ganz fürchterlich
gewarnt vor Bombenlast-Gefahr.
Hat man den Gänsen dies belohnt?
Ich hab´ nicht drauf gewettet.
Frag den, der noch in Freiburg wohnt,
ob Gänse ihn damals gerettet!
* auch Rom soll einst durch die Wachsamkeit
der Gänse gerettet worden sein.
Foto: © Rainer Sturm / http://www.pixelio.de
Autor: Hans Witteborg
HWitteborg@t-online.de
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1 Kommentar
Margrit Baumgärtner
15. Dezember 2011 von 08:55 (UTC 2)
Wir vergessen nur allzu gern, dass der leckere Gänsebraten vorher umher gelaufen ist, ich schließe mich da reumütig ein….Wenigstens auf die Herkunft des Fleisches (artgerechte Tierhaltung) sollten wir daher achten, daran kann uns auch dieses passende Gedicht erinnern!