Ende eines Traums

Ein Löwe liegt im Garten Eden
zum Sonnenbad, die Zebras reden
mit ihm, ganz furchtlos, ungezwungen,
von Liebe allgemein durchdrungen,
denn auf dem Speiseplan des Leuen
da steht das Endprodukt vom Heuen.

Auf dieser edlen Friedenswelle
bewegen sich auch Aff, Gazelle,
der Leopard, die Warzenschweine,
die Tsetsefliege im Vereine
mit Kaffernbüffeln, Beutelmeisen,
die Gott im Paradiese preisen.

Da nascht Frau Eva, schlangengläubig,
auch Adam, vorerst widersträubig,
von Früchten des verbotnen Baumes.
Das Ende eines schönen Traumes,
denn nunmehr flüchten, wie wir wissen,
Veganer vor den Raubgebissen.

Text und Illustration: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at

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3 Kommentare

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 15. Dezember 2011 at 08:58
    • Antworten

    So muss das Paradies auf Erden
    für lange Zeit vergessen werden…

  1. Eva war Veganerin,
    drum biß sie in den Apfel rin.
    Verloren ist das Paradies
    weil man Veganern handeln ließ!

  2. Die Kulturen, in denen man alles mögliche Getier verspeist, wurden wohl erst später „erfunden“. Sonst hätten sich Eva und Adam vielleicht nicht am Apfel vergriffen, sondern an der bösen Schlange. Und wir säßen heute noch im Paradies.

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