Den Wipfelzweig der hohen Fichte
erwählt die Krähe, um im Lichte
der letzten Abendsonnenstrahlen
sich Bilder für die Nacht zu malen.
Sie schaut ins weite Land, sieht Berge,
so fern und klein wie Hügelzwerge,
sieht Wolken, die wie Feuer glühen,
und Nebel, die sich bergwärts mühen.
Ein Dorf wird leise, Lampen funkeln,
die reifbenetzten Dächer dunkeln,
der Wald verschmilzt zum Mauerschatten
und jede Farbe will ermatten.
Genug an Malwerk für die Krähe
für Träume, die ich gerne sähe.
Vermag sie Schönes schön zu sehen,
im Schlaf dem Anblick nachzugehen?
Text und Illustration: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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2 Kommentare
Margrit Baumgärtner
29. November 2011 von 07:23 (UTC 2)
Ich genieße das malerische Gedicht und träume gleich mit !
LG Margrit
Hans Witteborg
29. November 2011 von 10:54 (UTC 2)
Die Krähen sind des Dichters Musen,
beschreiben kann man sie , doch nichts
ist mit dem Schmusen.