Die Sonne geht, blass schon, am Horizont unter.
Sie nimmt mit dem Licht auch die Zuversicht mit.
Noch kreisten Gedanken, erfrischend und munter,
nun nähern sich Druden mit heimlichem Schritt.
Weg mit dem Bösen, wer will mich erschrecken?
Eulen, Athenes gefiederter Tross,
will sich nicht länger im Buschwerk verstecken,
Erlkönig lugt nach dem schnaubenden Ross.
So glaub ich den See in verwünschenden Händen,
die Fledermaus sieht mich als Schlottergestalt.
Dem Hoflicht gelingt es, die Stimmung zu wenden,
ich lache verlegen, mein Gott, ich werd alt.
Foto: © Wolfgang Pfensig / http://www.pixelio.de
Autor: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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2 Kommentare
Margrit Baumgärtner
16. November 2011 von 07:48 (UTC 2)
ROSMARINGOS mystische Gedichte haben immer etwas ganz BESONDERES !
Und das Bild setzt dem Ganzen wieder die Krone auf !
Ingo Baumgartner
17. November 2011 von 09:08 (UTC 2)
Margrit, es freut mich, wenn ein bisschen Grusel “hinüber kommt”!
LG Ingo