Es schwamm unter der Oberfläche
im nah gelegen Nachbarteich
ein Vermögen – und ich spreche
nur ungern drüber, mein Nachbar ist reich.
Die golden und gefleckten Fische
sind Kois, für mich nicht zu bezahlen.
Ich seh mich meine Augen wischen,
hör ich den Nachbarn damit prahlen.
Ein Reiher sah auch diese Pracht,
doch kümmert ihn nicht das Vermögen,
er hat sich drüber hergemacht,
weil Reiher nun mal Fische mögen.
Im Bauch des Reihers wird verdaut,
was jede Menge Euros wert.
Dem Nachbar war der Tag versaut,
der Reiher sich darum nicht schert.
Ist dieser Reiher, frag ich mich,
vom Balkan her gekommen
und hat die Eurofische sich
aus Bequemlichkeit genommen?
Foto: © Grey59 / http://www.pixelio.de
Autor: Hans Witteborg
HWitteborg@t-online.de
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2 Kommentare
Margrit Baumgärtner
25. Oktober 2011 von 07:23 (UTC 2)
Tja, wer Vermögen hat, muss gut darauf aufpassen—-und es vielleicht
doch nicht unbedingt in einer KOI-Sammlung anlegen ! (Jedenfalls rettet
das den EURO auch nicht….) Ein schönes Gedicht mit aktuellem Bezug !
Ingo Baumgartner
25. Oktober 2011 von 10:36 (UTC 2)
Die wichtige Rolle der Reiher in einer Politik, die gerne baden geht.