Vom Friedhof in ein schönes Zuhause

Hallo, ich bin Felix, ein netter Stubenkater. Meine Dosis die ich Mama und Papa nennen soll, heißen Gisela und Peter. Wir sind schon seit vielen Jahren zusammen.

In diese Familie bin ich wie der Gärtner zum Bock gekommen. Es war vor ca. 12 Jahren, da lebte ich auf einem Friedhof, weil mich, als ich noch ziemlich klein war, mein damaliger Mensch dort alleine zurückgelassen hat. Am Anfang war es sehr schwierig für mich. Ich konnte noch keine Mäuse fangen und von den anderen Katzen wurde ich auch noch nicht akzeptiert. Also fing ich Insekten und anders Kleingetier.

Mit der Zeit lernte ich aber mit den Katzen und den Mäusen umzugehen. Nur im Winter war es sehr schwer, doch Gott sei Dank gab es da zwei Frauen, die uns fütterten. Diese Mädels haben uns auch oft gestreichelt und ab und zu bekamen wir etwas in den Nacken gespritzt. Es fehlten auch immer mal wieder ein paar Katzen, die sind aber spätestens nach einer Woche wieder da gewesen.

Ja und eines Tages wurde auch ich eingefangen. Man steckte mich in einen Käfig und ab ging es in ein Auto. Da fuhren wir zu einem Tierarzt. Ich bekam eine Spritze, und als ich wieder aufwachte hatte ich eine kleine Wunde unter meinem Bauch ziemlich weit hinten. Sie nannten es kastrieren.

Ich war ein paar Tage da, durfte sogar rumlaufen, da ich ja ein ganz Lieber war. Irgendwann sah ich, dass die Tür einen Spalt offen war. Da ich von Natur aus sehr neugierig bin, ging ich einfach hinaus. Es war ein wundervoller Sommertag und ich entfernte mich immer mehr vom Haus.

Es war aber auch zu schön wieder in Freiheit zu sein, ich dachte auch gar nicht daran, wieder zurück zugehen. Irgendwann kam ich an ein hübsches Häuschen, da saßen eine Frau und ein Mann auf der Terrasse und aßen gerade Abendbrot. Nun hatte ich seit dem Morgen nichts mehr gegessen und hier roch es so gut nach leckerer Wurst, dass ich meine Scheu verlor und zu den beiden ging.

Die Frau gab mir auch gleich ein Stückchen Leberwurst und dann streichelte sie mich. Ich schnurrte was das Zeug hielt. Sie holte mir von drinnen einen Napf, gefüllt mit frischem Fleisch, das ich ruckzuck verspeiste. Dann legte ich mich auf die Liege, die im Garten stand und hielt erst mal ein Schläfchen.

Als ich wieder aufwachte saßen die beiden bequem im Gartenstuhl und beratschlagten was sie mit mir machen sollten. Für mich war das schon längst klar: Wo ich so tolles Futter bekomme, da bleibe ich auch. Ich brauchte auch nicht lange um den beiden das zu verklickern.

Tja und nun lebe ich da schon sehr lange und es geht mir katzengut.

Text und Foto: Gisela Kurfürst-Meins
gisela.meins@gmx.de

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2 Kommentare

    • Baumgaertner
    • Margrit Baumgärtner on 20. Oktober 2011 at 08:11
    • Antworten

    Ein ganz süßes Kätzchen und eine schöne Geschichte !
    Vor gut 20 Jahren sind wir mal auf ähnliche Weise an eine Katze
    gekommen, die dann einige Jahre bei uns blieb.

    • Meins
    • Gisela Kurfürst-Meins on 29. Dezember 2011 at 11:47
    • Antworten

    Die Geschichte ist frei erfunden. Auf den Bildern sind auch zwei unterschiedliche Katzen.-:)
    Die Kleine gehört einer Freundin und der Kater im Korb ist leider schon vor 10 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen, er hatte uns sich ausgesucht als wir 1993 im Tierheim waren, sein Name war Felix.

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