Die Kälte sitzt im Entenbein,
im linken nur, das rechte wärmen
die Daunen auf dem Bauch gut ein.
Noch Zeit fürs morgendliche Schwärmen.
Zuerst einmal verträumtes Schauen,
der Blick geht rund vom Ruhestein.
Der Nebel lässt den See schon blauen,
am Gletscher fällt die Sonne ein.
Aus grauen schweren Schwaden taucht
ein Wipfelmeer in satten Tönen.
Ein Erpel andrer Stimmung faucht,
wir woll’n hier nicht der Lyrik frönen.
So wird Herr Hölderlin vergessen,
die Schnäbel richten sich zum Grund.
Für Enten steht der Hang zum Fressen
vor Labung aus dem Dichtermund.
Text und Illustration: Ingo Baumgartner
rosmaringo@aon.at
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2 Kommentare
Margrit Baumgärtner
3. Oktober 2011 von 08:52 (UTC 2)
Gut, dass wir keine Enten sind…..wir wissen solche Dichterworte zu schätzen !
Katja
3. Oktober 2011 von 17:24 (UTC 2)
Ein sehr schönes Gedicht haben Sie geschrieben.